Gemeinschaft der Freunde Schloss Friedrichstein e.V.
Deckenmalerei Schloss Friedrichsten Bad Wildungen

GEMEINSCHAFT DER FREUNDE SCHLOSS FRIEDRICHSTEIN E.V.

Schloss Friedrichstein, Marstall und Lapidarium

GEMEINSCHAFT DER FREUNDE SCHLOSS FRIEDRICHSTEIN E.V.

Schloss Friedrichstein, Marstall und Lapidarium

Schloss Friedrichstein

Auf der Grundlage einer mittelalterlichen Burg ließ der Waldecker Graf Josias II. ab Mitte des 17. Jahrhunderts zunächst den Haupttrakt des weithin sichtbaren Wildunger Barockschlosses errichten. Nach seinem baldigen Tod in der Schlacht um Candia auf Kreta übernahm die Witwe die Erweiterung der Anlage um den Westflügel. Die Vollendung des Schlosses zur barocken Dreiflügelanlage erfolgte schließlich durch den Neffen Friedrich Anton Ulrich. Er gab dem eindrucksvollen Bau seinen Namen: Schloss Friedrichstein. Seit 1714 thront es in seiner heutigen Form auf dem Altwildunger Bergsporn hoch über der Kurstadt. Neben der mächtigen Stadtkirche in der Altstadt und und dem prächtigen Fürstenhof im gründerzeitlichen Kurviertel zählt es zu den markanten Wahrzeichen Bad Wildungens.

Mit dem Umzug der fürstlichen Familie nach Arolsen in das neu erbaute Residenzschloss wurde das Wildunger Schloss ab 1712 schon nur noch gelegentlich bewohnt. Durch unterschiedliche Nutzungen im 19. und 20. Jahrhundert, etwa als Lazarett, Hotel oder NSDAP-Schulungszentrum wurden die Räume des Anwesens immer wieder umgebaut, sodass die ursprüngliche Ausgestaltung als Lustschloss kam noch ersichtlich war. In den 1970er Jahren war die Zukunft von Schloss Friedrichstein gänzlich ungewiss: Jeder hätte das stark sanierungsbedürftige Anwesen kaufen können.

Nach der Übernahme durch das Land Hessen und umfangreicher Sanierung ist es nun als Museum für hessische Empire- und Militärgeschichte für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt kostbare Exponate aus der kurfürstlichen Sammlung Hessen-Kassel.

Aktuelle Veranstaltungen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise können auf der Webseite von Hessen Kassel Heritage eingesehen werden.

Kontakt Besucherservice Hessen Kassel Heritage

Marstall

Mit der heilenden Kraft der lokalen Wässer erwuchs auf dem einstigen Ackerbürgerstädtchen Niederwildungen ab Mitte des 19. Jahrhunderts die mondäne und wegweisende Kurstadt Bad Wildungen. Auch das waldeckische Fürstenpaar Georg Viktor und Helene hatte das große Potential der Heilquellen erkannt und weilte nun zur Sommerzeit öfters im hoch über der Badestadt thronenden Schloss Friedrichstein. Schon 1533 soll an gleicher Stelle unterhalb des Schlossberges auf dem Areal der Domäne ein Gebäude zur Unterbringung von Pferden gestanden haben; durch die Wiederbelebung des Barockbaus als fürstliche Sommerresidenz wurde der Neubau eines Marstalls notwendig. So entstand 1907 unter der Leitung von Baukommissar Ernst Ritterbusch das elegante Backsteingebäude mit Fachwerkaufbau im Obergeschoss.

Für Pferde wurde der Marstall allerdings nur wenige Jahrzehnte genutzt: Nachdem die Räumlichkeiten zunächst an eine Schirmfabrik und anschließend für fast 60 Jahre (1949-2008) an eine Kristallerie vermietet werden konnten, standen sie knapp zehn Jahre leer. Für die inzwischen notwendig gewordene Sanierung fielen Kosten von rund 140.000 Euro an. Sie wurden zu gleichen Teilen von der Museumslandschaft Hessen Kassel (seit Mai 2023 Hessen Kassel Heritage) und der Gemeinschaft der Freunde Schloss Friedrichstein getragen, während der Alt Wildunger Bürgerverein wichtige bauliche Maßnahmen in Eigenleistung ausführte.

Die Belange des Marstalls werden von der Interessengemeinschaft (IG) Marstall wahrgenommen. Mitglieder sind: Bürgerverein Altwildungen, Evangelische Kirche Alt-Wildungen, Rudolf-Lorenz-Stiftung, Volkshochschule Bad Wildungen und Gemeinschaft der Freunde Schloss Friedrichstein. Seit Herbst 2017 steht der Marstall mit seinen großen Fenstern, dem historischen Stützenraster und gut 145 Quadratmetern als moderner Vereinsraum mit kleiner Küche und WCs für die kulturelle Öffentlichkeit zur Verfügung.

Lapidarium

Zu Zeiten der Waldecker Grafen und Fürsten mögen die unterirdischen Kellerräume auf Schloss Friedrichstein für Vorräte gedient haben. Heute beherbergen sie das Lapidarium von Bad Wildungen. Mit einer beachtlichen Sammlung an Gesteinen unterschiedlicher Zusammensetzung lässt sich die geologische Entstehungsgeschichte der Region zwischen Kellerwald und Hessischer Senke ergründen.

Gruppenführungen können flexibel über die Tourist Information Bad Wildungen angefragt und gebucht werden.

Kontakt Tourist Information Bad Wildungen